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    darmflora

    Zuletzt aktualisiert: 11. Oktober 2022

    Geschätzte Lesezeit: 15 Minuten

    Was ist die Darmflora? So baust du deine Darmflora auf

    - Die Darmflora im Detail -

    Jeder weiß was der Darm ist. Doch es wissen die wenigsten, was die Darmflora ist und was für wichtige Funktionen sie für unseren Körper hat.

    Den größten Teil unseres Immunsystems macht die Darmflora aus, deshalb ist ihre Gesundheit auf keinen Fall zu unterschätzen. Wenn die Darmflora gestört ist, leidet der gesamte Körper und auch die Psyche darunter. Man wird anfälliger für alle möglichen Krankheiten und unangenehme Symptome sind oft die Folgen.

    In diesem Beitrag erfährst du alles wichtige zu deiner Darmflora. Fragen wie – Was ist die Darmflora? Was ist eine gestörte Darmflora? Was passiert wenn die Darmflora gestört ist? Wie baut man die Darmflora auf? – werden hier beantwortet.

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      Was ist die Darmflora?

      Unsere Darmflora ist eine Welt, in der Billionen von Bakterien und Mikroorganismen leben und zusammen die Abwehrkräfte unseres Körpers bilden.

      Der Begriff Darmflora – oft auch als Mikrobiom oder Intestinalflora bezeichnet – umfasst sowohl die guten, als auch die schlechten Bakterien, Viren und Pilze, die unseren Darm bewohnen. Die Masse all dieser Mikroorganismen zusammen, umfasst ein Gewicht von 1,5 Kg.

      Jede Darmflora eines anderen Menschen, hat eine ganz individuelle Zusammensetzung – wie bei einem Fingerabdruck.

      Die Darmflora befindet sich zum größten Teil im Dickdarm, wo sozusagen die restlichen Nährstoffe – die vom Dünndarm nicht verdaut werden können – von den Darmbakterien im Dickdarm zersetzt werden, sodass sie für uns leichter zu verdauen sind.

      Für unsere eigene allgemeine Gesundheit, hat die Darmflora eine immense Wichtigkeit. Ist sie gestört, kann es fatale Folgen haben!

      Unangenehme Symptome wie Durchfall oder Verstopfung, sowie Krankheiten wie Darmentzündungen, Allergien oder Autoimmunerkrankungen, sind mögliche Folgen einer gestörten Darmflora (Mehr dazu im Abschnitt gestörte Darmflora).

      Man ist dann auch viel anfälliger für Erkältungen oder Grippen, weil eben das Immunsystem nicht stark genug ist, um schlechte Erreger abzuwehren.

      Eine gesunde Darmflora enthält viele gute Darmbakterien und wenig schlechte. Sind aber die schlechten Bakterien in der Überzahl, spricht man von einer gestörten Darmflora.

      Schon gewusst? Die Darmflora macht rund 80% unseres Immunsystems aus.

      Immunsystem und Darmflora Unterschied

      Die Darmflora kann man sozusagen als großen Teil, des ganzen Immunsystems sehen. Rund 80% unseres Immunsystems macht die Darmflora aus. Neben der Darmflora gibt es noch weitere Teile des Immunsystems wie:

      • Schleimhäute: An den Schleimhäuten bleiben viele Bakterien hängen. Zum Beispiel, an der Darmschleimhaut oder den Atemwegen.
      • Reflexe wie Husten und Niesen: Durch das Husten und Niesen, werden Fremdkörper wie Staub oder Bakterien aus den Atemwegen herausbefördert.
      • Magensäure: Im Magen werden schon viele Bakterien abgetötet bevor sie überhaupt, in unser Verdauungstrakt gelangen.

      Deshalb assoziiere ich gerne das Immunsystem mit der Darmflora, da die Darmflora so ziemlich das meiste ausmacht.

      Zusammenhang des Immunsystems und der Darmflora

      Die Helden unserer Darmflora!

      Wie schon erwähnt, wird unsere Darmflora von vielen verschiedenen Darmbakterien bewohnt, die man auch die “Helden” unserer Darmflora nennen kann. 

      Sie sind dafür zuständig, Krankheitserreger wie schlechte Bakterien, Viren und Pilze zu bekämpfen und von unserem Körper abzuwehren. Sie schützen uns so, vor vielen möglichen Krankheiten. 

      Manche von diesen Darmbakterien produzieren auch wichtige Vitamine – wie zum Beispiel Vitamin K – für unseren Körper.

      Es existieren über 1.000 verschiedene Arten von Darmbakterien. Ein normaler Mensch beherbergt aber für gewöhnlich nur rund 150 verschiedene Bakterienarten in seinem Mikrobiom.

      Unsere Ernährung spielt dabei eine wichtige Rolle, welche und wie viele verschiedene Bakterien in unserer Darmflora vorkommen. 

      Ernährt man sich zum Beispiel von vielen Milchprodukten wie Joghurt oder Kefir, dann ist die Darmflora reich an Milchsäurebakterien (Laktobazillen und Bifidobakterien) – die nebenbei erwähnt unsere Darmflora aufbauen. Aber dazu gleich mehr. 

      Deshalb solltest du dich gesund und vor allem abwechslungsreich ernähren. Das bedeutet, dass du in deine Ernährung viele verschiedene probiotische und präbiotische Lebensmittel integrieren solltest. 

      Das führt dazu, dass viele unterschiedliche Darmbakterien und Bakterienkulturen, sich in deinem Darm vermehren und ausbreiten.

      Was Probiotika und Präbiotika im Detail sind, wird dir im Abschnitt Darmflora aufbauen, erklärt.

      Die Funktionen der Darmbakterien

      Unsere Darmbakterien haben eine Menge wichtige Funktionen für unseren Darm. Unter anderem:

      • verbessern sie unsere Verdauung,
      • wehren sie Pathogene, bzw. schlechte Erreger wie Bakterien oder Viren von unserem Körper ab,
      • und helfen uns dabei wichtige Nährstoffe wie Mineralien oder Vitamine besser aufzunehmen.

      Die guten Darmbakterien unterdrücken das Wachstum und die Aktivität von schlechten Erregern. Hier ein Zitat aus einem Artikel von der Uni Regensburg über das Mikrobiom:

      Die intestinale Mikrobiota übt eine essentielle Schutzfunktion aus. Sie unter-drückt das Wachstum und die Aktivität von Pathogenen durch (i) den Wettbewerb um essentielle Nährstoffe und Adhäsionsstel-len, (ii) die Ansäuerung des intestinalen Mi-lieus sowie (iii) die direkte antimikrobielle Aktivität (Kolonisationsresistenz, pathogen exclusion) von Substanzen, mit denen sich Bakterien gegenseitig kontrollieren (z. B. Bakteriozine).

      André Gessner - Uni Regensburg

      Besitzen wir also viele gesunde Darmbakterien in unserem Mikrobiom, bilden sie an unserer Darmwand eine Art Schutzbarriere die auch Darmbarriere genannt wird. 

      Diese Darmbarriere, kann man mit einem Türsteher vergleichen, der den schlechten Erregern, den Zugang in den Club – also zu unserem Körper – verweigert.

      Schlechte Erreger, wenn die Darmbarriere nicht vorhanden ist

      Spaß bei Seite… Wir müssen also dafür sorgen, dass sich unsere guten Darmbakterien vermehren, sodass die schlechten Bakterien keine Chance haben sich auszubreiten.

      Ist das nicht der Fall, fehlt uns eben dann diese wichtige Darmbarriere. Schlechte Erreger und giftige Stoffe, können dann ganz einfach durch die Darmschleimhaut, in unsere Blutbahn gelangen und… naja, dass das nicht gut ist, kannst du dir wohl schon denken…

      Doch wie funktioniert das? Wie schaffen wir es die “guten” Darmbakterien zu vermehren und die “schlechten” zu vermindern? Das erfährst du im Abschnitt Darmflora aufbauen

      Im nächsten Abschnitt, erkläre ich erstmal genauer, was eine gestörte Darmflora ist und welche Verbindung eine Dysbiose mit den Darmbakterien hat.

      Die guten und die schlechten Darmbakterien

      Die guten Darmbakterien helfen uns dabei, unsere Darmflora aufzubauen und somit unser Immunsystem zu stärken. So weit so gut.

      Das heißt aber nicht, dass schlechte Bakterien – wie zum Beispiel die Fäulnisbakterien – komplett ausfallen dürfen. 

      Genau so, wie gesunde Bakterien eine gesunde Darmflora ausmachen, gehören auch schlechte Bakterien dazu. Es dürfen nur nicht zu viele vorkommen. Die Balance muss also stimmen!

      Typen von Darmbakterien

      Die bekanntesten und am häufigsten vorkommenden Darmbakterien, sind die Laktobazillen und Bifidobakterien, die beide zu den sogenannten Milchsäurebakterien gehören

      Sie kommen in vielen verschiedenen probiotischen Lebensmitteln vor – am häufigsten in fermentierten Lebensmitteln wie Kefir, Joghurt oder Sauerkraut. 

      Was sind fermentierte Lebensmittel?

      Fermentierte Lebensmittel, werden durch einen Prozess – Fermentierung oder auch Fermentation genannt – hergestellt. In diesem Prozess werden Stoffe, von Bakterien und Enzymen chemisch umgewandelt. 

      Bei Milch wird die Fermentierung oft angewendet, wodurch die Milch angesäuert und verdickt wird. Dieser Prozess wird unteranderem bei der Herstellung von Käse, Kefir und Joghurt angewendet. 

      Fermentierte Lebensmittel – also Kefir, Joghurt etc. – enthalten die sogenannten Milchsäurebakterien. Sie gehören also zu den Lebensmitteln, von denen unsere Darmflora profitiert.

      Mehr zur Fermentierung, kannst du in diesem Wikipedia Eintrag erfahren.

      Schon gewusst? Es befinden sich bis zu zehn mal mehr Bakterien in deiner Darmflora, als du Körperzellen hast!

      Was ist eine gestörte Darmflora?

      Unsere Darmflora wird wie gesagt, von vielen vielen Bakterien bewohnt. 

      Wir liefern ihnen wichtige Nährstoffe, sodass sie sich ernähren und vermehren können und sie unterstützen uns wiederum bei vielen anderen Dingen, wie z.B. bei unserer Verdauung, bei der Produktion von wichtigen Vitaminen und bei der Abwehr von giftigen Stoffen und schlechten Erregern.

      Wenn die Zusammensetzung und die Anzahl der Darmbakterien aus dem Gleichgewicht gerät oder wenn die schlechten Darmbakterien an die Überzahl kommen, folgen schlimmere Zustände für unseren Körper und man spricht von einer gestörten Darmflora.

      Die Auswirkungen einer gestörten Darmflora, können sehr schlimm sein. Viele unangenehme Symptome wie Durchfall und Verstopfung oder akute Erkrankungen  wie Darmentzündungen oder Autoimmunerkrankungen, können die Folgen sein.

      Im Abschnitt Symptome einer gestörten Darmflora erfährst du mehr darüber, welche Auswirkungen eine Dysbiose hat.

       

      Die Ursachen einer gestörten Darmflora

      Die Ursache einer gestörten Darmflora ist nicht immer so leicht herauszufinden. Es gibt viele verschiedene Gründe, die zu einer gestörten Darmflora führen können. 

      In den meisten Fällen ist es jedoch, dem Lifestyle den man führt zu zuschulden. Einfache Gründe wie keine körperliche Aktivität oder eine ungesunde Ernährung, sind in den meisten Fällen die typischen Auslöser.

      Dann gibt es noch die undefinierten Gründe, die man meistens selbst nicht so leicht herausfindet. Wenn es nicht an den typischen Gründen – wie vorhin erwähnt – liegt, ist es das beste, die Ursache mit einem Arzt abzuklären und ihn auch um Rat zu bitten.

      Dabei ist zu erwähnen, dass es in der Wissenschaft noch nicht ganz klar ist, ob eine Dysbiose eine Ursache oder eher die Folge von bestimmten Krankheiten ist.

      Das sind mögliche Ursachen einer gestörten Darmflora:

      • Falsche Ernährung
      • einseitige Ernährung
      • Bewegungsmangel
      • häufiger Stress
      • Medikamente wie Antibiotika
      • Essen nicht vorgekaut
      • Magen-Darm Erkrankungen
      Gestörte Darmflora Ursachen

      Es ist jedoch nicht so, dass wenn einer dieser genannten Punkte bei dir zutrifft, es definitiv zu einer gestörten Darmflora führt. Die Dauer und die Häufigkeit spielen dabei eine Rolle.

      Wenn du also, ab und zu einen Burger isst oder es mal vorkommt, dass du beim Essen nicht richtig kaust, ist das kein Grund zur Sorge. Nur wenn mehrere dieser Punkte zutreffen oder manche sehr oft vorkommen, sollte man sich Gedanken machen.

      Die Symptome einer gestörten Darmflora

      Ist die Darmflora gestört, können verschiedene Symptome wie Kopfschmerzen, Verstopfung, Fieber, Übelkeit oder Durchfall und diverse Krankheiten wie Darmentzündungen, Erkältungen und auch Autoimmunerkrankungen die Folgen sein. Auch die Psyche, kann unter anderem, durch eine gestörte Darmflora leiden. 

      Diese Symptome können bei einer gestörten Darmflora auftreten:

      • Kopfschmerzen
      • Wechsel zwischen Durchfall und Verstopfung
      • Blähungen
      • Fieber
      • Übelkeit
      • Unwohlsein
      • Stuhlveränderung
      • Völlegefühl nach dem Essen
      • ständige Müdigkeit
      • Asthma

      Diese Krankheiten können bei einer gestörten Darmflora auftreten:

      • häufige Erkältung
      • Grippe
      • Darmentzündung
      • Bronchitis
      • Nasennebenhöhlenentzündung
      • Allergien
      • Polypen
      • Darmkrebs
      Aufzählung von Symptomen einer gestörten Darmflora

      Mehr über die Ursachen und Auswirkungen einer gestörten Darmflora bzw. einer Dysbiose, kannst du in diesem Ratgeber erfahren: Was ist eine Dysbiose?

      Darmflora und Übergewicht

      Studien haben gezeigt, dass übergewichtige Menschen eine andere Zusammensetzung der Darmflora haben, als die nicht übergewichtigen.

      Bestimmte Bakteriengruppen vermehren sich bei einer fettigen und zuckerhaltigen Ernährung, die die Kalorienaufnahme erhöhen können. 

      Es gibt zwei bestimmte Bakterienarten, deren Zusammensetzung sich am meisten bei einer Gewichtszunahme oder Abnahme verändert. Die Firmicutes und die Bacteroidetes.

      Die erste Gruppe – also die Firmicutes – vermehrt sich automatisch, wenn ein Mensch an Gewicht zunimmt. Die zweite Gruppe, verringert sich bei einer Gewichtszunahme.

      Es kann also beim Abnehmen helfen, wenn man die bestimmten Bakterienarten eindämmt, die eine Gewichtszunahme begünstigen.

      Darmkrebs

      Es ist noch nicht ganz erforscht, ob Darmkrebs eine Folge oder eine Ursache, von einer gestörten Darmflora ist.

      Forscher und Wissenschaftler vermuten jedoch seit einigen Jahren, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Mikrobiom und der Entstehung von Darmkrebs gibt.

      Wissenschaftler aus New York fanden durch Stuhlproben heraus, dass die Vielfalt der Darmflora von Darmkrebspatienten viel geringer war, als die von gesunden Menschen.

      Außerdem konnte eine epidemiologische Studie belegen, dass sich das Darmkrebsrisiko durch eine ballaststoffreiche Ernährung, um 40 Prozent senken kann.

      Aus all den oben genannten Gründen ist es wichtig, dass wir unsere Darmflora mit wichtigen Lebensmitteln aufbauen und sie mit Nährstoffen versorgen. 

      Stichwort Darmflora aufbauen… Jetzt kommen wir zum interessanten Teil, nämlich, wie du deine Darmflora aufbauen kannst.

      Darmflora aufbauen - So stärkst du dein Mikrobiom

      Wie schon bereits in einem vorherigen Abschnitt angedeutet, müssen wir für eine gesunde Darmflora möglichst viele gute Darmbakterien in unserem Mikrobiom haben und die Anzahl der schlechten Darmbakterien dezimieren. 

      Dies kann man mit der Einnahme von Probiotika und Präbiotika, erreichen.

      Probiotika

      Als Probiotika bezeichnet man Lebensmittel und Medikamente, die uns durch die Einnahme, wertvolle Darmbakterien zur Verfügung stellen

      Zu den probiotischen Lebensmitteln, gehören so gut wie alle Arten von Obst und Gemüse, sowie fermentierte Milchprodukte wie Kefir, Joghurt oder Käse. 

      Gerade fermentierte Lebensmittel wie Kefir oder Sauerkraut, bieten uns viele Milchsäurebakterien, die zu den wertvollen Darmbakterien zählen.

      Präbiotika

      Präbiotika nennt man Lebensmittel, sowie Medikamente, die unseren Darmbakterien wichtige Nährstoffe liefern, wie zum Beispiel lösliche Ballaststoffe. Das führt dazu, dass die Bakterien stärker werden, sich vermehren und sich in unserem Mikrobiom wohlfühlen.

      Es ist also wichtig, dass man nicht nur Probiotika oder nur Präbiotika zu sich nimmt, sondern beides. Probiotika und Präbiotika gehören zusammen und keins von beidem, darf vernachlässigt werden.

      Probiotika sind wichtig, jedoch ist man erst richtig geschützt, wenn man zu den Probiotika auch Präbiotika einnimmt, da die Darmbakterien sich von den Präbiotika ernähren und so an stärke und Vielfalt gewinnen.

      Um eine gesunde Darmflora aufzubauen und zu pflegen, sollte man in seine Ernährung eine Mischung aus probiotischen und präbiotischen Lebensmitteln integrieren.

      Ballaststoffe

      Wenn ich auf eine Sache setzen müsste, dann sind es Ballaststoffe. Denn in der westlichen Welt haben wir genau das Problem, dass wir viel viel zu wenig Ballaststoffe zu uns nehmen.

      Dabei bietet uns dieser Nährstoff viele wichtige Vorteile und ist schon fast essenziell, für die Darmgesundheit. Zum einen wird die Verdauung verbessert, die Darmschleimhaut wird geschützt und Ballaststoffe sind für unsere Darmbakterien goldenes Futter.

      In den 60er Jahren haben Forscher in Afrika festgestellt, dass man dort am Tag um die 70 – 140 Gramm Ballaststoffe zu sich genommen hat. Verstopfung, Asthma, Darmkrebs und weitere Krankheiten waren dort völlig unbekannt! Das zeigt wie wichtig Ballaststoffe für unsere Gesundheit sind.

      Der tägliche Bedarf an Ballaststoffen liegt bei 30 Gramm.

      Weniger Fett, Zucker & Co

      Ich habe zwar schon erwähnt, dass eine zu fettige und zuckerhaltige Ernährung die Darmflora aus dem Gleichgewicht bringen kann. Ich möchte jedoch dies nochmal erwähnen, da man Fett und Zucker auch beim aktiven Aufbau der Darmflora reduzieren sollte.

      Welche Lebensmittel bauen die Darmflora auf?

      Die Frage ist nicht welche Lebensmittel, sondern eher welche Lebensmittel nicht… 

      Nahezu jede Art von Obst und Gemüse, tragen dazu bei deine Darmflora aufzubauen und dein Mikrobiom vielfältiger zu machen. Genau so gut sind fermentierte Lebensmittel wie Sauerkraut, Kefir oder Essiggurken – wie bereits in einem vorherigen Abschnitt schon erwähnt.

      20 Lebensmittel für eine gesunde Darmflora

      Wenn du erfahren möchtest, welche Lebensmittel deine Darmflora stärkendann lade dir jetzt die kostenlose PDF herunter, in der 20 Lebensmittel aufgelistet sind, die deine Darmflora aufbauen.

      Möchtest du mehr darüber erfahren, wie du deine Darmflora aufbauen kannst, dann schau dir dieses Video von Wolfgang Mock an:

      Wann soll ich meine Darmflora aufbauen?

      Wenn du dich gesund und vielfältig ernährst, musst du dir keine Sorgen über deine Darmflora machen. Solange du nicht oft krank bist oder öfter an Symptomen leidest, ist bei dir noch alles in Butter.

      Solltest du jedoch öfter krank sein oder dich plagen unangenehme Symptome in regelmäßigen Abständen, dann leidest du höchstwahrscheinlich an einer Dysbiose und du solltest unbedingt anfangen deine Darmflora aufzubauen.

      Auch nach einer Antibiotika Therapie ist es wichtig die Darmflora wieder aufzubauen, da durch die Einnahme von Antibiotika viele gute Bakterien aus unserer Darmflora verschwinden.

      Wie lange dauert der Aufbau der Darmflora?

      Es ist pauschal schwer zu sagen wie lange eine Person braucht, um die Darmflora wieder aufzubauen, da die Zusammensetzung und die Vielfalt jeder Darmflora anders ist. 

      Es dauert so lange, bis man eine positive Veränderung spürt und dies passiert nicht nach einem Tag. Ab 3 Tagen bis 1 Woche, sollte man Veränderungen wahrnehmen, die die Gesundheit verbessern.

      Ich würde sogar behaupten, dass der Aufbau der Darmflora NIE zu ende geht. Denn mit jedem Tag, an dem wir unsere Darmflora vernachlässigen, nimmt die Bakterienvielfalt ab und so auch die Gesundheit.

      Darmflora aufbauen nach Antibiotika

      Die Einnahme von Antibiotika, ist oft die letzte Lösung für akute Infektionen, da diese Medikamente die schlechten Bakterien töten. Aber nicht nur die schlechten Erreger, sondern auch die guten Darmbakterien, werden im Darm dezimiert.

      Nach einer Antibiotika-Therapie ist das Mikrobiom, dann fast schon leer und verlassen. 

      Für schlechte Erreger aller Art ist dann wortwörtlich “die Bühne frei” und es mag sein, dass man die Infektion geheilt hat, aber jetzt ist die Chance höher, dass man an vielen anderen Krankheiten erkranken kann.

      Also sollte man sich unverzüglich darum kümmern, die Darmflora nach einer Antibiotika-Therapie aufzubauen – um den schlechten Bakterien, Viren und Pilzen keine Chance zu geben sich einzunisten.

      Wenn dir ein gewöhnliches “aufbauen” der Darmflora nicht ausreicht, könnte für dich ein “Refresh”, also Auffrischung des gesamten Darms, mithilfe einer Darmsanierung eher behilflich sein.

      Darmsanierung & Darmreinigung

      Die Darmsanierung ist eine gängige Methode, den Darm komplett zu spülen, um somit, mit Hilfe von Probiotika und Präbiotika ein neues Mikrobiom aufzubauen.

      Die Darmreinigung ist ein Teil der kompletten Darmsanierung. Unter einer Darmreinigung versteht man, die Einnahme von Abführmitteln die dazu führen, dass die Darmflora ein “Refresh” auf deutsch “Auffrischung” bekommt. Abgestorbene Mikroorganismen und altes Kot, werden somit hinaus befördert und der Darm wird gesäubert.

      Nach einer erfolgreichen Darmreinigung, fängt man dann mit der Einnahme von Probiotika und Präbiotika, von Grund auf eine gesunde und starke Darmflora aufzubauen.

      Wann ist eine Darmsanierung nötig?

      Eine Darmsanierung ist per se nicht zwingend notwendig um die Darmflora zu verbessern. Es ist jedoch, eine gute Möglichkeit – wenn man ohne hin schon die Absicht hat einen gesünderen Lifestyle zu führen, dem Darm einen kompletten neu Aufbau zu verpassen.

      Ein Beispiel: 

      Stell dir vor du hast einen Garten, den du eine lange Zeit nicht gepflegt hast. Überall sind lästige Büsche und Dornen gewachsen, die du gar nicht da haben wolltest. Ist es nicht lästig, jeden Teil des Gartens nacheinander abzuschneiden und neu zu dekorieren? 

      Ist es nicht sinnvoller, alle Büsche und Äste auf einmal abzuschneiden und dann von Grund auf, sie nach deinem belieben zu gestalten? 

      Das Beispiel ist zwar nicht so optimal, aber ich hoffe du weißt wohin ich hinaus will…

      Eine Darmsanierung ist also eine gute Möglichkeit, eine gestörte Darmflora komplett zu spülen und dann Schritt für Schritt ein neues gesundes Mikrobiom, mithilfe von Probiotika & Präbiotika aufzubauen.

      DARMFLORA CHECK

      Mit den folgenden 5 Fragen kannst du perfekt herausfinden, ob deine Darmflora gesund oder gestört ist. Wenn deine Antworten zu den Fragen, identisch sind mit den gegebenen Antworten, heißt das, dass du (höchstwahrscheinlich) eine gesunde und starke Darmflora hast.

      1. Hast du oft Durchfall oder Verstopfung? NEIN
      2. Hast du öfters Schmerzen im unteren Bauchbereich? NEIN
      3. Ernährst du dich viel von probiotischen Lebensmitteln? JA
      4. Ernährst du dich viel von Fettigem, Zucker und Süßstoffen? NEIN
      5. Machst du Sport oder bist du körperlich Aktiv? JA

      Besuch beim Arzt?

      Bei akuten Symptomen oder Krankheiten, die seit längerem anhalten, ist ein Besuch beim Arzt unvermeidlich. Dieser Beitrag ersetzt keinesfalls, einen Besuch beim Arzt oder Ärztin. 

      Ich bin jedoch der Meinung, dass man auch nicht für jede Kleinigkeit, den Arzt nerven muss. 

      Hat man zum Beispiel eine häufige Stuhlveränderung oder Abwechselnd Durchfall und Verstopfung, hat man es oft selbst in der Hand dieses Problem zu lösen – da muss nicht unbedingt ein Arzt her!

      Bei leichten Symptomen – wie gerade beschrieben – kann man sich diesen Beitrag zu Herzen nehmen oder auch weitere Ratgeber von mir durchlesen.

      Laboruntersuchung

      Wenn du dir unsicher bist und herausfinden willst, ob du tatsächlich an einer Dysbiose leidest, ist das beste, dass du eine Stuhlprobe an ein Labor schickst oder von einem Arzt schicken lässt. Dort kann durch eine mikrobiologische Untersuchung, die Vielfalt und die Zusammensetzung der Darmbakterien herausgefunden werden.

      Ob eine Untersuchung der Stuhlprobe nötig ist, sollte am besten immer mit dem Arzt oder Ärztin besprochen werden. Von ihnen kannst du auch mehr über die Untersuchung erfahren.

      Fazit

      Wie du siehst ist unsere Darmflora ein komplexes System, die aber auch immens wichtig für unsere Gesundheit ist. Viele Krankheiten und Symptome können die Folgen sein, wenn man auf seine Darmflora nicht Acht gibt. Deshalb ist es wichtig, stetig auf die Gesundheit der Darmflora aufzupassen und sie aufzubauen. Dies kann man erreichen, indem man sich gesund ernährt und Sport treibt.

      FAQ

      Die Darmflora ist eine Welt in der Billionen von Mikroorganismen leben und zusammen unsere Darmflora bilden. Eine gesunde Darmflora schützt uns vor Krankheiten.

      Eine Dysbiose ist nichts anderes, als eine gestörte Darmflora. Die Zusammensetzung und die Vielfalt der Darmbakterien ist in einem chaotischen Zustand.

      Es ist wichtig die Darmflora aufzubauen, denn eine zu schwache Darmflora führt dazu, dass wir öfter krank werden und diverse Symptome wie Durchfall und Verstopfung die Folgen sind.

      Wenn man öfter krank ist und unangenehme Symptome wie Durchfall, Verstopfung, Kopfschmerzen oder Fieber, in regelmäßigen Abständen vorkommen, sollte man unverzüglich die Darmflora aufbauen.

      Wie lange es braucht die Darmflora wieder aufzubauen ist bei jeder Person unterschiedlich. Häufig werden Darmflora Aufbau Kuren von 3 bis 4 Wochen getätigt.

      Die Darmflora kann man als großen Teil des ganzen Immunsystems betrachten. 80% unseres Immunsystems macht unsere Darmflora aus.

      Ist die Darmflora gestört, dann können diverse Krankheiten wie Darmentzündungen, Erkältung, Fieber und Symptome wie Kopfschmerzen, Verstopfung und Durchfall die Folgen sein.

      Quellen:

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